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#Alleinerziehendenlobby

Ergänzende Kinderbetreuung

Berufstätigkeit und Familie zu vereinbaren, ist eine enorme Herausforderung – für alle Eltern. Für Alleinerziehende ist dieser Spagat oft nur unter enormen Anstrengungen zu schaffen oder nahezu unmöglich. Wenn die Schicht bis um acht Uhr geht, die Kita aber um 16.30 Uhr schließt, ist eine Erwerbstätigkeit, mit der das eigene Leben finanziert wird, nicht möglich. Aber reicht es, die Betreuungslücken zu schließen, damit Alleinerziehende ein ausreichendes Erwerbseinkommen erwirtschaften können? Wie geht es den Kindern mit einer zusätzlichen Betreuung? Profitieren sie davon oder leiden sie darunter?

Als einzige Kommune in NRW hat Essen den Versuch gewagt. Mit dem VAMV NRW als Partner wurde das Projekt "Sonne, Mond & Sterne – ergänzende Kinderbetreuung" ins Leben gerufen. Essen und der VAMV NRW haben damit gezeigt, wenn Betreuungslücken geschlossen werden, profitieren alle davon: die Alleinerziehenden, die Kinder und damit auch die ganze Gesellschaft.

Erfolgreiche Teilnahme: Examiniert und selbständig

Raus aus dem Transfer, raus aus Hartz IV. Zwei Teilnehmerinnen des Pilotprojekts "Sonne, Mond & Sterne – ergänzende Kinderbetreuung" haben es geschafft: Dank der ergänzenden Kinderbetreuung sind sie jetzt  examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen. Direkt nach der Ausbildung haben die beiden alleinerziehenden Mütter Vollzeitstellen angetreten. Ohne den Einsatz der Kinderfeen hätten sie keine Chance auf dem Arbeitsmarkt gehabt. "Ich bin ein Vorbild für meine Kinder", sagt Aida Keumo-Dongmo. "Meine Tochter sagt mir: Wenn du es schaffst, eine examinierte Krankenschwester zu sein, dann werde ich Doktor!" Darin Khalil betont, wie wichtig das Projekt "Sonne, Mond & Sterne – ergänzende Kinderbetreuung" für Alleinerziehende ist: "Kollegen und Arbeitgeber nehmen kaum Rücksicht auf die persönliche Situation. Allein ist das nicht zu schaffen. Ein solches Projekt müsste es in jeder Stadt geben."