01.10.2026
NRW-Familienbericht: Hohe Armut bei Alleinerziehenden
Der Familienbericht NRW wurde am 30. September in Düsseldorf vorgestellt. Er zeigt: Alleinerziehende bleiben benachteiligt, Wohnen wird zur Belastung.
Am 30. September ist der neue Familienbericht für Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf bei einem großen Fachtag vorgestellt worden. Der Bericht liefert aktuelle Zahlen zur Situation von Familien in NRW und benennt Herausforderungen und Bedarfe. Für Alleinerziehende zeigt er deutliche Nachteile im Vergleich zu Paarfamilien: Die Armutsquote liegt bei 46 Prozent und ist seit 2005 um 9 Prozentpunkte gestiegen.
Auch die Wohnkosten belasten viele Familien stark. 16 Prozent der Alleinerziehenden geben mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für Wohnen aus. Zudem leben sie deutlich häufiger in überbelegten Wohnungen. Nach den Angaben im Bericht haben 25 Prozent der alleinerziehenden Mütter Mietschulden.
Der Familienbericht hält außerdem fest, dass die Armutsquote durch Sozialtransfers sinkt, aber nicht alle Leistungen die Menschen erreichen, die sie brauchen. Der VAMV NRW setzt hier an und unterstützt über seine Landesfachstelle Alleinerziehende unter anderem mit Schulungen für Beratungsfachkräfte zu möglichen finanziellen Leistungen. Ein Ratgeber des Verbands erklärt zentrale Zusammenhänge in leicht verständlicher Sprache.