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2/2026 Newsletter VAMV NRW

Was gibt es Neues für Alleinerziehende in Nordrhein-Westfalen?
Was macht der VAMV NRW? Hier findest du aktuelle Infos, die wir für dich zusammengestellt haben.

Mehr Verlässlichkeit auf Kosten der Qualität?

Die LAG Familie NRW hat im Rahmen der Verbändeanhörung zum neuen Kinderbildungsgesetz (KiBiz) eine Stellungnahme abgegeben. Der VAMV NRW war daran aktiv beteiligt.

Leider ist mit der Vorlage der erhoffte „große Wurf“ ausgeblieben. Der Entwurf mutet eher als Mangelverwaltung der weiter nicht ausreichenden Kapazitäten in der NRW-Kindertagesbetreuung an und als „Kita-Finanzierungsgesetz“ und nicht als „Kinderbildungsgesetz“.

Wir begrüßen den Versuch, mehr Verlässlichkeit herzustellen, sehen aber auch mit Sorge die damit einhergehenden Einschnitte bei der Qualität und Bildung.

Alleinerziehende dürfen nicht unsichtbar werden

Die Dokumentation der jährlichen VAMV-Fachtagung ist erschienen. Unter dem Titel "Zukunftsorientierte Familienpolitik?!" wurden am 14.06.2025 die Chancen und Risiken der Empfehlungen des 10. Familienberichts für Alleinerziehende zusammen mit Autor*innen des Familienberichts und weiteren Expert*innen mit VAMV-Mitgliedern diskutiert. 

Das Plenum zeigte viel Zustimmung zu den Empfehlungen der Sachverständigen-Kommission zum Arbeits-, Steuer- und Sozialrecht, zu notwendigen Schärfungen der amtlichen Statistik und einen besseren Gewaltschutz.

Kritisch sieht der VAMV das neue Leitbild der Getrennterziehenden. Der Verband spricht sich dafür aus, den Begriff „alleinerziehend“ nicht nur im Recht, sondern auch in amtlicher Statistik und allgemeinem Sprachgebrauch beizubehalten: Alleinerziehende tragen im Alltag die Verantwortung für Kindererziehung, Haushalt und Erwerbsarbeit meist allein und somit eine typische Mehrbelastung. Diese muss sichtbar bleiben, um im Sozial- und Familienrecht angemessene Rahmenbedingungen für Alleinerziehende zu gestalten.

Der VAMV plädiert zudem dafür, gemeinsame Elternverantwortung durch entsprechende Anreize in Paarfamilien zu fördern, und sie für Trennungsfamilien durch geeignete Rahmenbedingungen zu ermöglichen, insbesondere im Sozialrecht.

Was gilt: Die Pflicht zur Existenzsicherung oder Mildtätigkeit?

Unser Vorstand Nicola Stroop äußert sich in einem Feature des WDR zur Armutsbetroffenheit von Alleinerziehenden. Anlass ist ein Beitrag  über Ernährungsarmut.

Die Redakteurin Doris Arp hat uns gefragt, wie die Situation bei den Alleinerziehenden ist und wie der VAMV Angebote wie die Tafeln bewertet. Unser Vorstand, Nicola Stroop, sagt dazu: "In NRW ist etwa jede 2. Alleinerziehende armutsbetroffen. Eigentlich ist es Aufgabe des Sozialstaats, das Existenzsminimum aller Menschen zu sichern. Wir finden es schwierig, dass Menschen sich von dem zur Verfügung stehenden Existenzminimum nicht vernünftig ernähren können und abhängig sind von der Mildtätigkeit anderer Menschen, wie beispielsweise den Tafeln."

Die ausführliche Antwort von Nicola Stroop ab Min. 10:10

Kinostart von „Die Solisten“

Am 29.01.26 startet der essayhafte Dokumentarfilm von Regisseurin und VAMV-Mitglied Anna Hepp.
„Die Solisten“ zeigt die Lebensrealitäten von zehn Alleinerziehenden. In einer experimentellen Mischung aus Monologen, Dialogen, Tanz, Oper, Poesie und Humor hinterfragt der Film stereotype Rollenbilder sowie patriarchale Strukturen und setzt sich mit tief verwurzelten Vorurteilen gegenüber Alleinerziehenden auseinander.

Zu sehen ist der Film in Chemnitz, Hannover, Köln, Ratzeburg und Würzburg.

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