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Recap: Engagement für Alleinerziehende

Heute stellen wir euch 3 Aktionen vor, bei denen Alleinerziehende aus unserer Community für uns alle laut geworden sind. Sie haben mitgemacht bei einer Studie, bei einer Pressenanfrage und bei der Erstellung des aktuellen NRW-Familienberichts. Ein ganz herzliches Dankeschön für euer Engagement!

Unsere Jetzt-rede-ich-Alleinerziehenden in der Presse

Als die Pläne bekannt wurden, dass der Unterhaltsvorschuss gestrichen werden soll, meldeten sich verschiedene Medien bei uns und fragten: Was bedeutet das für Alleinerziehende, wenn der Unterhaltsvorschuss mit 16 endet? 

Wir haben diese Frage an unsere Community weitergegeben und richtig viele Antworten darauf bekommen. Einige Alleinerziehende haben wir gezielt kontaktiert und gefragt, ob wir ihren Kontakt an die Redaktion weitergeben dürfen. Lisa, Susanne und Julia sind drei, die sofort "Ja" gesagt haben. Sie haben im persönlichen Gespräch den Redakteurinnen und Redakteuren von Eltern, Bild der Frau, WAZ u.a. erzählt, wie ihr Leben ohne Unterhaltsvorschuss aussehen und welche Folgen das für ihre Kinder haben würde. Danke für euren Mut und euer Engagement! 

Wir sind immer auf der Suche nach mutigen Alleinerziehenden für die Pressearbeit. Wer für die Pressearbeit zur Verfügung steht kann sich bei Ute melden (zimmermann (at) vamv-nrw.de)

35 Alleinerziehende beim Familien-Dialog für den Familienbericht NRW

Der Familienbericht NRW wird einmal pro Legislaturperiode erstellt. Titel des aktuellen Berichts: "Familien im Blick. Lebenslagen verstehen. Zukunft gestalten." Der Bericht besteht aus einem empirischen Zahlen-Daten-Fakten-Teil und einem qualitativen Teil, in dem Familien in Familien-Dialogen selbst zu Wort kommen konnten.

Wir haben gemeinsam mit dem NRW-Familienministerium und dem Forschungsinstitut Prognos den Familien-Dialog für Alleinerziehende im Jahr 2025 durchgeführt. Teilgenommen haben 35 Alleinerziehende. Sie haben ihre Erfahrungen zu den Themen wirtschaftliche Lage, Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und Beruf sowie Beratungs- und Unterstützungsangebote eingebracht. 

Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben!

Der Bericht ist mitlerweile erschienen. 

Unser Mitglied Ricarda im Beirat einer Studie über kommunale Sozial- und Kulturpässe

Christian Gräfe und Holger Schoneville von der Universität Duisburg-Essen haben in Ihrer Studie "Teilhabeförderung im Kontext der Armutsbekämpfung" untersucht, welche Kommunen in NRW Sozial- und Kulturpässe anbieten, wie diese jeweils funktionieren und wie sie angenommen werden. Für ihren Beirat haben sie Menschen mit Armutserfahrung gesucht und wollten gerne auch ein alleinerziehendes Elternteil dabei haben, um diese Perspektive mit abzubilden. Wir haben ihnen unser Mitglied Ricarda vermittelt.

Herzlichen Dank an Ricarda!

Wichtige Ergebnisse der Studie:

Die Pässe sind freiwillige kommunale Leistungen, die Zugang zu vergünstigten Angeboten in Kultur, Freizeit, Mobilität und Versorgung gewähren. Jede Kommune gestaltet ihre Sozialpässe anders. Es gibt auch nicht in jeder Kommune ein solches Pass-System.

Berechtigt sind meist Personen mit geringem Einkommen, die Transferleistungen beziehen, wie SGB II, XII, Wohngeld oder Kinderzuschlag. Auch das ist überall anders.

Angebote umfassen Kultur, Freizeit, Bildung, Versorgung und Mobilität, wobei der Schwerpunkt auf Kultur, Freizeit und Bildung liegt. Die möglichen Angebote sind - ratet! - überall andere.

Nutzer*innen informieren sich aktiv, nutzen Plattformen und kombinieren Vergünstigungen, um Angebote zu maximieren. Berichten aber auch von Schwierigkeiten, zum Beispiel wenn die Pässe vom Design wie "Armutsausweise" aussehen, oder wenn unzureichende Werbung und veraltete Infos auf den Webseiten den Überblick über die Angebote erschweren.

Besonders wichtig: Wenn der Pass auch ein Nahverkehrsticket umfasst, ist die Nutzung besonders hoch. Oftmals ist auch das Bus-/Bahnticket der erste Zugang für die Nutzer*innen, dass sie sich den Pass besorgen - und auch die Angebote nutzen können!

Empfehlungen: Passsysteme sollten unbürokratisch, verlässlich und stigmafrei gestaltet werden - und überregional anerkannt werden.

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