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Update Unterhaltsvorschuss

Heute wollen wir euch ein bisschen auf dem Laufenden halten, was in Sachen Unterhaltsvorschuss gerade passiert, oder auch nicht passiert...

... und haben auch 2 wichtige Mitmach-Aktionen für euch zum Thema Unterhaltsvorschuss! Danke jetzt schon für eure Unterstützung.

PS: Den Newsletter dürft ihr gerne auch an Freund*innen weiterschicken - jede Stimme zählt!

Wo stehen wir gerade mit dem Unterhaltsvorschuss?

Diese Woche gingen zwei Meldungen durch das Land zum Thema Unterhaltsvorschuss:

1. NEIN der SPD
Die SPD - genauer gesagt das Präsidium der SPD - hat beschlossen, die Sparpläne des Familienministeriums nicht mitmachen zu wollen. Sie lehnen die geplante Streichung des Unterhaltsvorschuss ab dem 16. Geburtstag ab und haben statt dessen einen besseren Rückgriff gefordert. Dazu haben sie Maßnahmen vorgeschlagen, die wir uns im Einzelnen angucken sollten, wie wir jeweils dazu stehen. Ziemlich plakativ: Niemand soll sich ein Boot kaufen können, der keinen Unterhalt zahlt. Das dürfte nicht das Problem der meisten sein, dass sich Unterhaltspflichtige mit Segelyachten eindecken... Vielleicht wirkungsvoller: Unterhaltsschulden sollen in der Schufa auftauchen.

2. DOCH der Familienministerin
Nach der SPD hat sich Familienministerin Karin Prien erneut zu Wort gemeldet. Sie ist aber nicht von ihren Sparplänen abgewichen, sondern hat der SPD "Unanständigkeit" vorgeworfen, weil diese sich mit ihrem NEIN zu den Sparplänen nicht an Absprachen der Koalition halte. 

Alles ist also weiter offen!

Wir haben beide Äußerungen natürlich auf unserem Instagramkanal aufgegriffen und eingeordnet. Besonders der Apell von Prien, sich an Koalitionsabsprachen zu halten. Denn: Im Koalitionsvertrag steht ja, das der Unterhaltsvorschuss sogar erweitert werden soll und nicht mehr durch die volle Kindergeldanrechnung quasi von Anfang an "gekürzt" werden soll. Falls noch nicht geschehen, aboniert uns doch gerne bei Instagram :-)

 

Wie geht es jetzt weiter?

Bei aller verständlichen Aufregung: Wir sind in Warteposition!

So lange noch nix richtig klar ist, können wir uns auch noch nicht richtig positionieren. In Berlin ist noch Sommerpause. Am 7.9. fängt die erste Sitzungswoche nach den Ferien an. Es gibt keinen Gesetzesentwurf. Aber: Es gibt jede menge Druck von allen möglichen Seiten. Das ist natürlich gut. Entgegen der Ankündigung ist auch noch kein Entwurf im Kabinett verabschiedet worden, das sollte eigentlich noch im Juli passieren. Und mit der Haltung der SPD dürfte das jetzt auch schwierig sein, denn im Kabinett (also der Runde aller Minister*innen) sitzt die SPD mit am Tisch und die Beschlüsse müssen einstimmig sein. 

Aber du kannst etwas tun!

Wir haben zwei Mitmach-Aktionen auf dem Tisch rund um das Ringen zum Unterhaltsvorschuss, die wir sehr gerne unterstützen möchten. Dafür brauchen wir deine Unterstützung!

Reale Beispiel-Berechnungen des Paritätischen

In Zusammenarbeit mit dem Paritätischen sucht unser VAMV Bundesverband Alleinerziehende, die bereit sind, ihre Einkommenssituation zu teilen, um an realen Beispielen die Auswirkungen der geplanten Kürzung beim Unterhaltsvorschuss berechnen und darstellen zu können. Auch im Zusammenspiel der unterschiedlichen Leistungen.

Das geht selbstverständlich sehr gerne anonymisiert.

Falls die Bereitschaft bestehen sollte, in einem zweiten Schritt auch für Presseanfragen ansprechbar zu sein, wäre das auch super-willkommen, aber das ist kein Muss.

Gesucht sind Alleinerziehende, die derzeit mit Wohngeld (und vermutlich auch KiZ)  und UV über der Grundsicherung liegen, aber befürchten, dass die Kürzung des UV für Jugendliche in die Grundsicherung führt.

Wer die eigene Situation mit uns teilen würde, bitte bis zum 26.8. 2026 an kontakt@vamv.de eine Mail schicken. Am besten mit Infos zu Nettoeinkommen/Arbeitsumfang/ausgeübter Beruf, Warmmiete, Unterhaltsvorschuss (Alter des Kinder/der Kinder), ggf. Höhe Wohngeld, Kinderzuschlag oder zum Sofortzuschlag.

Brandbrief an Frau Prien

Wir unterstützen weiterhin den Brandbrief von Delia Keller an Frau Prien zum Unterhaltsvorschuss, den ihr auf der Plattform Innn.it mitzeichnen könnt. Das haben bislang über 100.000 Menschen getan - und das aus gutem Grund. Delia schreibt über ihre beiden Kinder und was ein Wegfall des Unterhaltsvorschuss für ihre Familie bedeuten würde. Lasst Delia ein bisschen Solidarität da in ihrem Kampf für uns alle und zeichnet den Brandbrief mit. DANKE!!

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