Liebe Leser*innen,

über unser Angebot "Sonne, Mond & Sterne – ergänzende Kinderbetreuung" ist bundesweit berichtet worden. Anlass war der SPD-Antrag "Unterstützung für allein erziehende Mütter und Väter in Nordrhein-Westfalen stärken!" und die Anhörung dazu im NRW-Landtag. In einem Punkt waren sich bald alle Verbände einig, die dort als Sachverständige geladen waren: Eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung in den Randzeiten ist unbedingt notwendig. Lesen Sie in unserem Newsletter außerdem, an welchem Projekt wir gemeinsam mit dem NRW-Familienministerium arbeiten, wo Sie neue Informationen zum Kinderzuschlag und Beratungsmaterial für Alleinerziehende mit kleinem Einkommen finden und warum wir uns schon jetzt auf die NRW-Kommunalwahl vorbereiten.

Viel Spaß beim Lesen!

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Save the date: Mitgliederversammlung am Sa 18.04.2020 in Essen

Ergänzende Kinderbetreuung: Thema im Kommunalwahlkampf

Am 13. September dieses Jahres ist Kommunalwahl. In verschiedenen Ausschüssen bereiten die Parteien derzeit ihre Wahlprogramme vor und stellen die Weichen, wie sie die Herausforderungen für ihre Kommune meistern wollen. Wir finden, die ergänzende Kinderbetreuung ist ein Lösungsansatz, der vielfältige Herausforderungen wie Armutsprävention, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder den Fachkräftemangel in der Kommune angehen kann. Aus diesem Grund haben wir in verschiedenen Kommunen die demokratischen Parteien angeschrieben, um sie auf dieses Angebot aufmerksam zu machen. Wir werden mit den angeschriebenen Fraktionen in Kontakt bleiben und gemeinsam Wege ausloten, wie die ergänzende Kinderbetreuung vor Ort umgesetzt werden kann.

Ehegattensplitting – offener Leserbrief an PLAN W

Im Editorial zum Newsletter des Wirtschaftsmagazin PLAN W schreibt Chefredakteurin Katrin Werner über das Ehegattensplitting. Sie nimmt ihre persönliche Situation (ihr Mann kümmert sich um das Kind und geht keiner Erwerbsarbeit nach) zum Anlass, um die Ungerechtigkeit dieses Steuermodells zu kritisieren. Gleichzeitig fragt sie, inwieweit es vielleicht scheinheilig ist, auf der einen Seite zu kritisieren und auf der anderen Seite davon zu profitieren. In einem offenen Brief an die Autorin reagiert der VAMV NRW darauf. Unser Vorstand Nicola Stroop schreibt, dass Katrin Werner kein schlechtes Gewissen haben müsse. Sie sollte eher wütend sein. Warum?

Hier geht es zum vollständigen Leserbrief.

Anhörung im NRW-Landtag: Was brauchen Alleinerziehende?

Welche Unterstützung brauchen Alleinerziehende in NRW von der Politik? Der VAMV NRW ist der Einladung des NRW-Landtags gefolgt und hat eine Stellungnahme zum Antrag der SPD „Unterstützung für allein erziehende Mütter und Väter in Nordrhein-Westfalen stärken!“ geschrieben. "Die Anhörung war tatsächlich ein politischer Rundumschlag", sagt Nicola Stroop, Vorstand VAMV NRW. Aus den Fraktionen kamen Rückfragen, die sämtliche Lebensbereiche von Alleinerziehenden und politische Aufgabenfelder berührten. 

In vielen Punkten herrschte große Einigkeit bei den Verbänden, die ebenfalls in der Anhörung vertreten waren. Die Arbeiterwohlfahrt NRW sowie Antje Funcke von der Bertelsmann Stiftung fordern ebenfalls die Einführung einer Kindergrundsicherung, Anlaufstellen vor Ort sowie eine qualitätsvolle und bedarfsgerechte Kinderbetreuung vor allem in den Randzeiten. Damit unterstützen sie zentrale Forderungen, die wir aus unserer Studie "Alleinerziehend – Situation und Bedarfe" entwickelt haben.

"Als Lobby aller Alleinerziehenden in NRW haben wir noch viel zu tun", sagt Antje Beierling vom VAMV NRW. "Alleinerziehende brauchen mehr politische und gesellschaftliche Unterstützung. Wir setzen alles daran, dass die guten Impulse aus der heutigen Anhörung von der Politik weiterverfolgt werden." Der VAMV NRW arbeitet zum Beispiel gemeinsam mit dem NRW-Familienministerium an einem Digitallotsen. Alleinerziehenden sollen damit einen niedrigschwelligen und schnellen Zugriff auf für sie relevante Informationen und Beratungsangebote erhalten.

Vorstellung Studie beim Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen (AsF)

Im Rahmen der Vorstandssitzung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) NRW hat VAMV NRW-Vorstand Nicola Stroop unsere Studie "Alleinerziehend. Situation und Bedarfe" vorgestellt. Gerade die häufig finanziell sehr angespannte Situation von Alleinerziehenden trotz hoher Beschäftigungsquote und langen Arbeitszeiten interessierten die Vertreterinnen der ASF. Die meisten Alleinerziehenden haben gute berufliche Qualifikationen. Von den Alleinerziehenden in NRW hat jedoch fast ein Drittel keinen beruflichen Abschluss und damit geringere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das führt dazu, dass sie vergleichsweise häufig in Jobs für Geringqualifizierte arbeiten. Hier fordert der VAMV NRW die Politik auf, gezielte Fördermaßnahmen zu entwickeln und Anlaufstellen für Alleinerziehenden anzubieten.

Dass das Wechselmodell keine Lösung ist, um alleinerziehenden Müttern und Vätern mehr Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen und Armut zu verhindern, erläuterte Nicola Stroop in der weiteren Diskussion. Zurzeit wird diskutiert, die Unterhaltszahlungen zu reduzieren, wenn sich der unterhaltspflichtige Elternteil mehr in der Kinderbetreuung engagiert. Reformideen sehen vor, ab 30 Prozent Mitbetreuung durch den Vater die Mutter dazu zu verpflichten, Barunterhalt für das Kind zu erwirtschaften. "Das Wechselmodell ist ein mögliches Betreuungsmodell für getrennte Eltern, die vorher schon gemeinsam erzogen haben. Es ist im Kindschaftsrecht verankert und orientiert sich am Kindeswohl. Es ist aber nicht das Allheilmittel, um Alleinerziehende aus der Armut zu holen. Außerdem brauchen Mütter, die vorher gar nicht oder nur Teilzeit gearbeitet haben, Zeit und Gelegenheit, um im Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen." Der ASF-Vorstand nahm die Hinweise von Nicola Stroop und die Positionen des VAMV positiv auf. "Wir freuen uns, mit dem ASF weiter konstruktiv an Verbesserungen für Alleinerziehende zu arbeiten", betont Nicola Stroop.

VAMV fordert Solidarität nach Trennung

Gespräch mit Josefine Paul (Grüne): Wir müssen Kinder mehr in den Blick nehmen

Josefine Paul hat uns in den Landtag eingeladen, um dort die Ergebnisse unserer Studie vorzustellen. Die Fraktionsgeschäftsführerin von Bündnis 90/Die Grünen zeigte große Übereinstimmung mit unseren 8 Forderungen, die sich aus der Studie ergeben haben. Vor allem die Forderung nach einer Kindergrundsicherung unterstrich sie vehement. "Die vielen verschiedenen familienbezogenen Leistungen in Deutschland sind viel zu kompliziert", so Josefine Paul. "Wir müssen mehr von den Kindern ausgehen und einen Blick darauf haben, dass Kinder ein Anrecht auf soziale Absicherung haben." Die Kindergrundsicherung sei ein guter Weg, um Alleinerziehenden und deren Kindern das Leben einfacher zu machen und sie finanziell zu entlasten. Auch für die Punkte "Gesundheit" und "Arbeit", die in unserer Studie behandelt werden, zeigte Josefine Paul großes Interesse. Sie diskutierte sich mit unserem Vorstand Nicola Stroop, welche Rahmenbedingungen verändert werden müssen. Dazu gehörten auch Detailfragen wie die Altersbeschränkungen bei Mutter-Kind-Kuren und flexible Arbeitszeitmodelle für Alleinerziehende.

Vorstellung Studie in Mülheim beim Arbeitskreis Alleinerziehend

Unser Vorstand Nicola Stroop hat in Mülheim an der Ruhr unsere Studie "Alleinerziehend. Situation und Bedarfe" vorgestellt. Das Gleichstellungsbüro der Stadt hatte Akteure eingeladen, die mit Alleinerziehenden arbeiten, um auf die verschiedenen Herausforderungen für Alleinerziehende aufmerksam zu machen. Zu den Gästen gehörten unter anderem Vertreter*innen des Jugendamts, des Jobcenters sowie der katholischen und evangelischen Familienbildungsstätte.

In dem "Arbeitskreis Alleinerziehend" tauschen sich die Akteure regelmäßig aus. Wichtige Informationen haben sie in dem "Wegweiser für Alleinerziehende" gesammelt. Der niedrigschwellige Zugang zu relevanten Informationen ist eine der 8 Forderungen, die der VAMV NRW auf Basis seiner Studienergebnisse formulierte. In Mülheim erläuterte Nicola Stroop, warum Anlaufstellen vor Ort für Alleinerziehende von großer Bedeutung seien und wie Informationen aufbereitet sein müssen, damit sie Orientierung und Unterstützung bieten.

Schwerpunktheft Trennung und Scheidung

Der VAMV-Landesverband Rheinland-Pfalz hat ein Schwerpunktheft zum Thema "Trennung und Scheidung" herausgegeben. Verschiedenen Autor*innen beleuchten hier Aspekte wie verschiedene Umgangsmodelle, Knackpunkte des Wechselmodells, stellen Hintergründe über den Unterhaltsvorschuss zusammen und werfen einen Blick in die Zukunft, was das Sorge- und Umgangsrecht angeht.

Hier können Sie sich das 36-seitige Schwerpunktheft "Vielfalt leben - Für Elternautonomie nach Trennung und Scheidung" als PDF herunterladen.

Infos für Einelternfamilien Ausgabe 1/2020

Die neue Ausgabe der VAMV-Verbandszeitschrift "Informationen für Einelternfamilien" ist als PDF-Download erhältlich. In der aktuellen Ausgabe erläutert der Soziologe Wolfgang Hammer seine Fallstudie über problematische Inobhutnahmen. Weitere Themen sind Änderungen in der Düsseldorfer Tabelle und ein Kommentar des VAMV zu den erneuten Erhöhungen des Selbstbehalts.

Hier geht es zum PDF-Download der Informationen für Einelternfamilien 1/2020.

Neue VAMV-Publikationen: Kinderzuschlag und kleines Einkommen

Mit dem „Starke-Familien-Gesetz“ wurde der Kinderzuschlag für Alleinerziehende und Fami­lien mit mittleren Einkommen geöffnet. Seit Januar 2020 sind alle Verbesserungen in Kraft. Falls der Antrag bisher abgelehnt wurde, kann es sich jetzt für Alleinerziehende lohnen, ihn neu zu stellen! Dabei unterstützt der Verband alleinerziehender Mütter und Väter Alleinerzie­hende und Fachkräfte, die sie beraten, mit aktuellen Informationsmaterialien:

  • Die Broschüre „Informationen für Alleinerziehende: Wenn das Einkommen nicht reicht - Ihre Ansprüche. Kinderzuschlag, Wohngeld & Co“ gibt Alleinerziehenden einen Überblick über relevante Leistungen. Neben den Neuerungen beim Kinderzuschlag informiert die Broschüre vor allem über Wissenswertes zum Wohngeld und zu ergänzenden SGB II-Leistungen. Sie beantwortet Fragen, die sich speziell für Alleinerziehende stellen: Gibt es Wechselwirkungen von Leistungen mit dem Kindesunterhalt/Unterhaltsvorschuss? Hat eine Umgangsregelung Folgen auf den Leistungsanspruch? Dazu gibt es praktische Tipps, anschauliche Beispiele und eine Übersicht, welche Leistungen zuerst beantragt werden müssen.

Diese Materialien stehen unter www.vamv.de/publikationen/vamv-broschueren zum Download zur Verfügung.

Als Printausgaben können sie beim Publikationsversand der Bundesregierung bestellt werden: www.bundesregierung.de/breg-de/service/publikationen

Download: Informationen zum Kinderzuschlag

Seit dem 01.07.2019 ist das „Starke-Familien-Gesetz“ in Kraft und der Kinderzuschlag für Alleinerziehende geöffnet: Kindeseinkommen wie Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss nur noch zu 45 Prozent auf den Leistungsanspruch angerechnet. Ab dem 1. August 2019 greifen die Verbesserungen beim Bildungs- und Teilhabepaket durch Erhöhung einzelner Leistungen und eine vereinfachte Antragsstellung.

Der neue Flyer des VAMV Bundesverbandes zum Starke-Familien-Gesetz macht Alleinerziehende auf die Verbesserungen beim Kinderzuschlag und den Bildungs- und Teilhabeleistungen aufmerksam und ermutigt sie zur Inanspruchnahme ihrer Rechte. Der Flyer bietet wichtige Informationen, um bei der Einschätzung eines möglichen Anspruchs zu helfen und Transparenz hinsichtlich der Berechnung der Leistungshöhe zu schaffen.

Unter diesem Link steht der Flyer als Download zur Verfügung.

Der VAMV NRW in der Presse

Anhörung des VAMV NRW im Landtag und ergänzende Kinderbetreuung

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist vor allem für Alleinerziehende eine besondere Herausforderung. Eine Lösung: die ergänzende Kinderbetreuung. Die Presse berichtet wiederholt über das Projekt des VAMV NRW und das Angebot in Essen:

derwesten.de (13.01.2020) Alleinerziehende klagt an: Dewswegen musste ich meinen Job kündigen

https://www.derwesten.de/region/nrw-voerde-alleinerziehende-mutter-job-betreuung-id228097071.html

Süddeutsche Zeitung online (08.01.2020) Gutscheine und Grundsicherung: Unterstützung für Alleinerziehende

https://www.sueddeutsche.de/leben/soziales-wiesbaden-gutscheine-und-grundsicherung-hilfe-fuer-alleinerziehende-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200108-99-388250

Rheinische Post online (08.01.2020) Die Nöte der Alleinerziehenden

rp-online.de/nrw/landespolitik/hohes-armutsrisikio-forscher-fordern-mehr-unterhalt-fuer-alleinerziehende_aid-48213692

 

VAMV NRW-Studie "Alleinerziehend – Situation und Bedarfe"

DERWESTEN (18.10.2019) Alleinerziehende Mutter aus NRW: "Mama, hast du geweint?"

https://www.derwesten.de/region/alleinerziehende-mutter-aus-nrw-mama-hast-du-geweint-id227380975.html

bunte.de (14.09.2019) Alleinerziehende arbeiten länger – und haben doch weniger Geld

https://www.bunte.de/family/kinder-schule/familienformen/alleinerziehende/studie-alleinerziehende-arbeiten-laenger-und-haben-doch-weniger-geld.html