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200.000 Kinder außerehelich geboren:Es ist Zeit für eine zukunftsfähige Familienförderung


Berlin, 24. Januar 2007

Fast 30 Prozent der 2005 geborenen Kinder kamen außerehelich zur Welt. Dies veröffentlichte das Statistische Bundesamt gestern als Zahl der Woche. Grund genug um endlich festzustellen, dass die Förderung durch das Ehegattensplitting an immer mehr Familien vorbeigeht.

Alleinerziehende und nichteheliche Paare mit Kindern werden von Jahr zu Jahr mehr. Während die traditionelle Ehepaarfamilie zurückgeht, entscheiden sich immer mehr Eltern ohne Trauschein für Kinder. Der Geburtenrückgang könnte damit eher als Absage an traditionelle Familienmodelle verstanden werden. Erwachsene entscheiden sich mehr und mehr dafür, in autonomen und gleichberechtigten Familienformen zu leben.

"Die Einelternfamilie", so Edith Schwab, Bundesvorsitzende des VAMV "ist eine zukunftsweisende Lebensform. Das sollte sich endlich in einer zeitgemäßen Familienförderung niederschlagen. Der VAMV fordert seit Jahren die Individualbesteuerung und eine Grundsicherung für Kinder. Die Einführung einer Kinderkomponente beim Ehegattensplitting führt zur Zementierung des traditionellen Modells. Vom Splitting profitieren nur Familien, bei denen ein Erwachsener besonders viel verdient: Also die so genannte Hausfrauenehe. Kinder von nicht verheirateten Paaren werden von diesem Modell nicht profitieren.

Zukunftsfähige Konzepte liegen vor, sie müssen
nur endlich umgesetzt werden."