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Gute Lösungen für Familien fehlen


Essen, 08.01.2021 Heute müssen sich erwerbstätige Eltern entscheiden: Sollen sie am Montag Zuhause bleiben und ihre Kinder betreuen oder zur Arbeit gehen und das Kind in die Notbetreuung geben. "Die Politik hat es nicht geschafft, für die angekündigten Kinderkrankentage eine verlässliche Rechtsgrundlage und damit einen finanziellen Ausgleich für den Lohnausfall zu schaffen", kritisiert Nicola Stroop vom VAMV NRW. "Die Folge wird sein, dass sehr viele Eltern – vor allem erwerbstätige Alleinerziehende – ihre Kinder in die Notbetreuung geben." Die Politik hat damit das Gegenteil von dem erreicht, was sie empfehlen: nämlich neue Kontaktgruppen zu verhindern, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

 "Zurzeit gibt es für erwerbstätige Eltern keine gute Lösung", beklagt Nicola Stroop. Wieder werden Eltern Strukturen wie eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung weggenommen, ohne dass eine andere wie ein auskömmlicher finanzieller Ausgleich geschaffen wird. "Jeder muss für sich individuell entscheiden, was die am wenigsten schlechte Lösung für die Familie ist", sagt Nicola Stroop. Der VAMV NRW fordert eine echte Wahlfreiheit für Eltern und einen real existierenden Lohnersatz.