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Soziale Ungleichheit: Weniger Teilhabe für Kinder von Alleinerziehenden


Regelmäßig analysiert der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem Armutsbericht die soziale Entwicklung in Deutschland. Zu den zentralen Ergebnissen des jüngsten Berichts 2018 zählen unter anderem folgende Befunde: Die Erträge der günstigen Konjunktur werden sehr ungleich verteilt.

Die Studie belegt eine wachsende soziale Kluft zwischen armen und reichen Familien. Der Paritätische Wohlfahrtsverband geht der Frage nach, wie viel Geld Familien mit Kindern zur Verfügung haben und was sie für die physischen und für soziale Grundbedarfe der Teilhabe der Kinder ausgeben.

Obwohl die Wirtschaft in den vergangenen Jahren gewachsen und die Arbeitslosigkeit gesunken sind, verharrt die Armutsquote auf einem Rekordstand. Die günstige ökonomische Entwicklung kommt bei den Armen nicht an. Zudem zeigt der Armutsbericht, dass Familien – insbesondere Alleinerziehenden-Haushalte und Paare mit drei und mehr Kindern – und damit Kinder in besonderem Maße von Armut betroffen sind: 22,3 Prozent der Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre sind arm. Kinder und Jugendliche und deren Familien sind damit überdurchschnittlich von Armut betroffen.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert, das Bildungs- und Teilhabepaket zu ersetzen durch einen Rechtsanspruch auf Teilhabe im Kinder- und Jugendhilfegesetz. Darüber hinaus müsse der Familienlastenausgleich „vom Kopf auf die Füße gestellt“ werden: Der Verband plädiert für die Einführung einer einkommens- und bedarfsorientierten Kindergrundsicherung.

Hier steht die Expertise als kostenfreier Download zur Verfügung.