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Webtalk Friedrich Ebert Stiftung: Alleinerziehende in der Corona-Krise


Wie sieht die Situation von Alleinerziehenden derzeit aus? Ist die Corona-Krise eine gute Zeit für Ein-Elternfamilien? Die Friedrich Ebert Stiftung hat Alleinerziehende zum Webtalk eingeladen. Unser Vorstand Nicola Stroop diskutierte dort mit Anja Butschkau, (MdL) Frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion über die derzeitige Situation von Alleinerziehenden. Der Lockdown hat alle Familien vor große Herausforderungen gestellt. Seit dem 8. Juni 2020 haben zwar die Kitas wieder geöffnet, aber mit verkürzten Kita-Öffnungszeiten. Eltern, die zuvor von der Notbetreuung profitiert haben (Alleinerziehende und Eltern mit systemrelevanten Berufen), müssen nun mit um 10 Stunden/Woche reduzierten Betreuungszeiten zurechtkommen. Nicola Stroop berichtete, wie Alleinerziehende mit dieser schwierigen Situation umgehen und welche Maßnahmen Alleinerziehenden helfen. Sie kritisierte unter anderem den Kinderbonus, der in der aktuell geplanten Konstruktion an den Unterhalt angerechnet werden wird. Ein Umstand, der vom VAMV NRW und vielen Alleinerziehenden als äußerst ungerecht empfunden wird.

"Neben der inhaltlichen Diskussion haben wir das Format des Webtalks als eine große Bereicherung empfunden", sagt Nicola Stroop. "Das Online-Format gibt Alleinerziehenden die Möglichkeit, an Diskussionen teilzunehmen und sich einzumischen." Nur wenige Alleinerziehende haben Zeit und die Ressourcen, an politischen Veranstaltungen am späten Nachmittag oder frühen Abend teilzunehmen, da sie sich um die Kinderbetreuung kümmern müssen. "Im Webtalk habe ich erlebt, dass sich viele Alleinerziehende eingeloggt und die Diskussion verfolgt haben. Im Chat gab es spannende Beitrage und Anmerkungen - wir wollen dieses Format weiter nutzen, um Alleinerziehenden die Partizipation zu erleichtern und ihnen weiter Gehör zu verschaffen", so Stroop.