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Kinderkrankentage bei Kita- und Schulschließungen


Essen, 06.01.2021 Die angekündigte Umstellung auf Distanzunterricht in den Schulen und der eingeschränkte Pandemiebetrieb in der Kindertagesbetreuung stellt Eltern und insbesondere erwerbstätige Alleinerziehende vor enorme Herausforderungen. Die Schul- und Kitaschließungen im Frühjahr haben gezeigt: Erwerbsarbeit – auch im Homeoffice – und Homeschooling sind nicht miteinander zu vereinbaren. Dasselbe gilt für die Betreuung kleiner Kinder. Die von der Bund- Länder-Konferenz am Dienstag angebotene Lösung, zusätzliche Kinderkrankentage einsetzen zu können, wirft Fragen auf.

"Wir begrüßen die neu geschaffene Möglichkeit für Eltern, sich mit den zusätzlichen Kinderkrankentagen bezahlt von der Arbeit freistellen lassen zu können. So haben sie die Möglichkeit, ihre Kinder in der aktuellen Pandemiesituation zu Hause zu betreuen", kommentiert Nicola Stroop, Vorstand beim VAMV NRW. "Allerdings drängt die Zeit. Eltern brauchen schnell Klarheit, wie genau die neue Regelung funktioniert. Es ist noch völlig unklar, wer den Kinderkrankenschein ausstellt: der Kinderarzt, die Einrichtung oder der Träger? Außerdem bleibt offen, was für privat und freiwillig versicherte Eltern gilt, deren Versicherung keine Kinderkrankentage beinhaltet."

Schon vor der Bekanntgabe der neuen NRW-Regelungen zu den Schul- und Kitaschließungen haben sich Alleinerziehende mit ihren Fragen zu den Kinderkrankentagen bei der Corona-Krisenhotline gemeldet. Seit vergangenem April bietet der VAMV NRW  die Krisenhotline mit Förderung des NRW-Familienministeriums an. Unter 0201.82774-799 erhalten Alleinerziehende täglich von 9-14 Uhr Beratung zu allen Fragen rund um Existenzsicherung, Vereinbarkeit, Umgang, etc.