Newsletter VAMV NRW

VAMV NRW warnt: Kinderbonus ist ungerecht und kompliziert

Am Montag hat sich der Finanzausschuss des Bundestages mit dem geplanten Kinderbonus beschäftigt. „Die Anrechnung des Kinderbonus an den Kindesunterhalt sehen wir kritisch, sagt unser Vorstand Nicola Stroop. In einer Pressemeldung führen wir auf, welcher Aspekt in der Diskussion um den Kinderbonus viel zu kurz kommt: nämlich der große bürokratische Mehraufwand, den der Kinderbonus verursachen wird. „Da wo der Unterhalt strittig ist oder beispielsweise nur nach einer Pfändung fließt, fällt ein enormer Mehraufwand an. Betroffen sind nicht nur die Alleinerziehenden, sondern auch die beteiligten Jugendämter, wenn diese den Unterhalt für die Kinder verfolgen. Das betrifft circa 600.000 Kinder bundesweit.“ Der VAMV fordert deshalb, die Ausnahmeregelung in der Anrechnung des Kinderbonus auf den zivilrechtlichen Unterhaltsanspruch auszuweiten. Nur so kommt der Kinderbonus wirklich in den Ein-Elternfamilien an und wird seinem Anspruch gerecht, eine unbürokratische Leistung zu sein.

 

Weiter zur vollständigen Pressemeldung.

Webtalk der Friedrich Ebert Stiftung: Gute Zeit für Ein-Elternfamilien?

Wie sieht die Situation von Alleinerziehenden derzeit aus? Ist die Corona-Krise eine gute Zeit für Ein-Elternfamilien? Die Friedrich Ebert Stiftung hat Alleinerziehende zum Webtalk eingeladen. Unser Vorstand Nicola Stroop diskutierte dort mit Anja Butschkau, (MdL) Frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion über die derzeitige Situation von Alleinerziehenden. Der Lockdown hat alle Familien vor große Herausforderungen gestellt. Seit dem 8. Juni 2020 haben zwar die Kitas wieder geöffnet, aber mit verkürzten Kita-Öffnungszeiten. Eltern, die zuvor von der Notbetreuung profitiert haben (Alleinerziehende und Eltern mit systemrelevanten Berufen), müssen nun mit um 10 Stunden/Woche reduzierten Betreuungszeiten zurechtkommen. Nicola Stroop berichtete, wie Alleinerziehende mit dieser schwierigen Situation umgehen und welche Maßnahmen Alleinerziehenden helfen. Sie kritisierte unter anderem den Kinderbonus, der in der aktuell geplanten Konstruktion an den Unterhalt angerechnet werden wird. Ein Umstand, der vom VAMV NRW und vielen Alleinerziehenden als äußerst ungerecht empfunden wird.

 

Weiter zur vollständigen Meldung

Grüne/Bündnis 90: Fachausstausch zur Kinderbetreuung und Retraditionalisierung des Frauenbildes

Die Grünen in NRW haben uns zweimal zu einem Austausch auf Fachebene eingeladen. Unser Vorstand Antje Beierling nahm an einem fachlichen Austausch der Grünen zur Kinderbetreuung in NRW teil. Josefine Paul, Grünen-Sprecherin für Kinder- und Familie im Landtag, und der Landesvorsitzende Felix Banaszak diskutieren mit Experten die aktuelle Situation und warfen einen Blick auf die Familien, die in der Corona-Krise besonders belastet waren und sind. In einem weiteren Termin ging es um Frauenpolitik. Frauen spielen in der aktuellen Corona-Krise eine entscheidende Rolle. Was sie leisten, ist unverzichtbar für die ganze Gesellschaft. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen haben dazu den Antrag „Retraditionalisierung von Geschlechterrollen entgegenwirken. Rollback verhindern-Frauen stärken“ in den NRW-Landtag eingebracht. Um in der Diskussion die Perspektive der Alleinerziehenden zu verstehen, haben die Grünen unsere Fachreferentin Anja Stahl zu an einem fachlichen Austausch eingeladen. Josefine Paul, Grünen-Sprecherin für Kinder- und Familie im Landtag, hat den Austausch mit dem VAMV NRW als Interessensvertretung der Alleinerziehenden gesucht, um eine Krisenpolitik zu entwickeln, die Frauen in den Konjunkturpaketen berücksichtigt.

Hartz IV-Änderung: Ferienjob-Freibetrag auf 2.400 Euro erhöht

Am 28. Mai 2020 hat das Bundesarbeitsministerium die "Achte Verordnung zur Änderung der Arbeitslosengeld II/Sozialgeld-Verordnung" beschlossen. Diese Verordnung sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler einen Freibetrag von 2.400 Euro (bislang 1.200 Euro) jährlich geltend machen können, ohne dass dieser Betrag vom Hartz-IV-Regelsatz abgezogen wird. Dies ist auch unabhängig vom Zeitraum der Ferienbeschäftigung möglich und gilt rückwirkend zum 1. März 2020.