Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.

Verband allein erziehender Mütter und Väter
Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.

Hilfe bei akuter Not: So bekommst du als alleinerziehende Mutter schnell Unterstützung

Wenn gerade alles zu viel ist – Geld, Stress, Streit oder Angst – brauchst du keine perfekten Lösungen, sondern schnelle, sichere Schritte. In diesem Artikel erfährst du, wo du sofort Hilfe bekommst und was du als Nächstes tun kannst.

Alles Wichtige auf einen Blick

  • Bei Gefahr: 110 rufen. Sicherheit geht vor.
  • Bei Gewalt: 116 016 (Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen) anrufen, rund um die Uhr.
  • Bei Geldnot: Jobcenter/Sozialamt nach Vorschuss oder einmaligen Leistungen fragen, Unterhaltsvorschuss prüfen.
  • Bei Erschöpfung oder Streit: Beratung holen, du musst das nicht allein tragen.

Deine nächsten Schritte

  • Wenn du dich unsicher fühlst: 110 oder 116 016 anrufen und kurz sagen, was du brauchst.
  • Bei Geldnot: Jobcenter/Sozialamt kontaktieren und nach Vorschuss/Soforthilfe fragen.
  • Danach passende Unterstützung über eine Beratungsstelle suchen (für NRW: Hilfe-Finder nutzen).

Soforthilfe: Wenn du oder dein Kind nicht sicher seid

Wenn Gewalt im Spiel ist oder du Angst hast: Ruf 110. Bei akuter Gefahr zählt nur Sicherheit. Du kannst auch das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016 anrufen (rund um die Uhr). Das kannst du sagen, wenn du nicht viel erklären kannst: „Ich habe Angst. Ich brauche einen sicheren Ort für mich und mein Kind.“

Wenn kein Geld mehr da ist

 

Wenn Essen, Windeln oder Strom gerade nicht drin sind: Frag beim Jobcenter oder Sozialamt nach Vorschuss oder Soforthilfe. Fehlt dir Unterhalt kann der Unterhaltsvorschuss helfen. Das läuft über das Jugendamt. 

Wenn du komplett erschöpft bist

 

Überforderung ist ein Alarmsignal. Hol dir Entlastung über Erziehungsberatung oder das Jugendamt. Du kannst sagen: „Ich schaffe es gerade nicht allein. Ich brauche Unterstützung, damit es stabil bleibt.“

Wenn der Konflikt mit dem anderen Elternteil eskaliert

 

Bei Streit um Umgang, Geld oder Absprachen hilft oft eine neutrale Stelle: Jugendamt, Beratungsstelle oder Mediation. Wichtig: Bei Drohungen oder Gewalt gilt wieder: Schutz zuerst und wende dich an eine Frauenberatungsstelle.

So hilft dir Beratung – ohne langes Suchen

Gute Beratung sortiert mit dir, was jetzt dringend ist, und zeigt dir passende Wege. Mit dem Hilfe-Finder für NRW findest du NRW-weit Beratungsstellen, die zu deiner Lage passen – schnell und ohne stundenlanges Recherchieren.

Bei Gefahr: 110. Bei Gewalt und Beratung rund um die Uhr: 116 016 (Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen). Wenn du unsicher bist: lieber einmal zu früh anrufen.

Das geht vielen so. Hilfe holen ist ein Schutz-Schritt. Du musst nicht alles erklären. Ein Satz reicht: „Ich brauche Unterstützung, es ist gerade zu viel.“

Oft ja. Frag beim Jobcenter oder Sozialamt nach Vorschuss/Soforthilfe. Bei ausbleibendem Unterhalt kann Unterhaltsvorschuss über das Jugendamt helfen.

Sichere zuerst dich und dein Kind. Bei Drohungen oder Gewalt: 110. Danach: Beratung bei Jugendamt oder Fachberatungsstelle, um klare Absprachen und Schutz zu planen.

Nein. Beratung ist genau dafür da: priorisieren, nächste Schritte planen, passende Hilfen finden. Du darfst mit dem Chaos kommen.

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