Datum: 09.09.2026 10:00 Uhr
Das Wechselmodell in der Beratung hochkonflikthafter Eltern – Chancen, Grenzen und professionelle Handlungsstrategien
Das paritätische Wechselmodell gewinnt in der familienrechtlichen Praxis zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig stellt es Fachkräfte vor besondere Herausforderungen – insbesondere dann, wenn Eltern in hochstrittigen oder eskalierten Konfliktdynamiken verhaftet sind. In solchen Fällen ist eine sorgfältige fachliche Einschätzung ebenso entscheidend wie die Fähigkeit, tragfähige Beratungsprozesse zu gestalten.
Das Seminar widmet sich der Frage, unter welchen Voraussetzungen das Wechselmodell auch bei hochkonflikthaften Elternkonstellationen verantwortbar und im Sinne des Kindeswohls umsetzbar ist. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle von Beratungsstellen und der Entwicklung professioneller Handlungssicherheit im Umgang mit schwierigen Elternbeziehungen.
- Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen des Wechselmodells
- Dynamiken hochkonflikthafter Elternbeziehungen
- Kindeswohl im Spannungsfeld elterlicher Konflikte
- Indikationen und Kontraindikationen für das Wechselmodell
- Methoden und Interventionen in der Beratung
- Umgang mit Eskalation, Loyalitätskonflikten und Kommunikationsabbrüchen
Unsere Referentin Henrike Krüsmann (Dipl. Sozpäd.) ist psychosoziale Prozessbegleiterin, Koordinatorin bei BIG e.V. und Lehrbeauftragte der Fachhochschule Potsdam (Sozialwesen).
Nach dem Input besteht die Möglichkeit, Fragen aus der Beratungspraxis zu stellen. Die Schulung dauert ca. 90 Minuten und ist kostenfrei.
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Kontaktmöglichkeiten
Landesfachstelle Alleinerziehende
Janine vom Stein
vom-stein@vamv-nrw.de
0201 82 774-97