Wir wollen, dass Alleinerziehende keine Nachteile erfahren, weil sie allein Verantwortung tragen. Dafür braucht es eine Familienpolitik, die vom Kind aus denkt, soziale Unterschiede im Einkommen ausgleicht und Leistungsbereiche so aufeinander abstimmt, dass Unterstützung spürbar bleibt.
Aus unserem Grundsatzprogramm und unseren Stellungnahmen leiten wir folgende Forderungen ab:
– Wir fordern einen Systemwechsel hin zu einer Kindergrundsicherung, die Leistungen bündelt und nach Einkommen staffelt, damit Förderung bei kleinen Einkommen stärker wirkt.
– Wir fordern, dass Steuer-, Sozial- und Unterhaltsrecht besser zusammenwirken, damit Leistungen nicht durch Anrechnung ihre Wirkung verlieren und am Lebensmittelpunkt des Kindes ankommen.
– Wir fordern kurzfristig eine deutliche Stärkung der steuerlichen Entlastung für Alleinerziehende, insbesondere eine Erhöhung des Entlastungsbetrags in der Steuerklasse II und eine Kopplung an den Grundfreibetrag.
– Wir fordern langfristig eine Politik, die Gleichstellung und eigenständige Existenzsicherung ermöglicht, unter anderem durch eine Individualbesteuerung statt indirekter Ansprüche über Ehe.
– Wir setzen uns dafür ein, dass Familienvielfalt anerkannt wird und keine Familienform strukturell bevorzugt bleibt.
Diese Schritte bauen Nachteile ab, schaffen Stabilität und stärken Selbstwirksamkeit. Sie verbessern die Lage von Kindern und entlasten Alleinerziehende.