Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.

Verband allein erziehender Mütter und Väter
Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.

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11.03.2026

Kurzvortrag zu Alleinerziehenden bei Engagement Global

Zum Internationalen Frauentag informierte der VAMV in einer Inhouseveranstaltung über Lebensrealität und finanzielle Lage Alleinerziehender.

Auf Einladung des Fachkreises Gender von Engagement Global, einer Organisation des Bundesentwicklungsministeriums, hat der VAMV NRW einen Kurzvortrag zur Situation Alleinerziehender gehalten. Die Inhouseveranstaltung für Mitarbeiter*innen fand anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März statt. Thema waren die Lebensrealität Alleinerziehender, der Gender Care Gap und zentrale finanzielle Rahmenbedingungen.

Der Vortrag begann damit, dass Alleinerziehende überwiegend Frauen sind (ca. 90%) und dass sich darin ein deutlicher Gender Care Gap zeigt. Gleichzeitig tragen viele Alleinerziehende nicht nur den Großteil der Sorgearbeit, sondern oft auch die alleinige Verantwortung für das Haushaltseinkommen. Ziel des Vortrags war es, für diese besondere Situation zu sensibilisieren.

Der Internationale Frauentag ist dafür ein passender Anlass, weil sich strukturelle Ungleichheiten besonders deutlich dort zeigen, wo Sorgearbeit und finanzielle Verantwortung zusammenkommen: bei alleinerziehenden Müttern. Alleinerziehende Mütter stehen häufig unter einem doppelten Druck: Sie sichern den Alltag der Kinder und müssen zugleich Erwerbsarbeit und Existenzsicherung organisieren.

Außerdem wurden die ausbleibenden Unterhaltszahlungen beleuchtet, die für viele Alleinerziehende eine zusätzliche Belastung sind. Der Unterhaltsvorschuss als Ersatzleistung hat zwar hohe Bezugsquoten, ist aber schlechter ausgestaltet als der Unterhalt, den der andere Elternteil eigentlich zahlen muss. So wird beim Unterhaltsvorschuss mehr Kindergeld angerechnet. die Leistun liegt damit um 129,50 Euro unterhalb des Mindestunterhalts.