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08.07.2026

NRW-Familienbericht erschienen. VAMV NRW fordert mehr und bessere Angebote für Alleinerziehende

Der neue Familienbericht NRW bestätigt, was Alleinerziehende seit Jahren erleben: Hohe Belastungen, finanzielle Unsicherheit und fehlende passgenaue Unterstützung prägen ihren Alltag. Der VAMV NRW hat die Perspektiven von 35 alleinerziehenden Familien in den Bericht eingebracht – und sieht sich in seiner zentralen Forderung bestätigt: Alleinerziehende brauchen in jeder Kommune eine verlässliche Anlaufstelle.

NRW-Familienbericht erschienen. VAMV NRW fordert mehr und bessere Angebote für Alleinerziehende

Unter dem Titel „Familien im Blick. Lebenslagen verstehen. Zukunft gestalten“ untersucht das Familienministerium die Lebensrealität von Familien in Nordrhein-Westfalen. Ein zentrales Ergebnis: Familien brauchen verlässliche Unterstützung vor Ort. Für Alleinerziehende gilt das in besonderem Maße.

Der VAMV NRW hat sich an der Erstellung des Familienberichts beteiligt. Als Interessenvertretung für Alleinerziehende haben wir am Familiendialog des Ministeriums mitgewirkt und 35 alleinerziehenden Familien vermittelt. Herzlichen Dank an alle Alleinerziehende, die beim Familiendialog ihre Erfahrungen geteilt haben! Ziel war es, ihre Lebensrealität sichtbar zu machen, Herausforderungen zu benennen und Unterstützungsangebote aus ihrer Perspektive zu bewerten.

Die Rückmeldungen waren eindeutig: Alleinerziehende tragen Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung und Haushalt allein und fühlen sich mit dieser Verantwortung häufig alleingelassen. Gleichzeitig erleben viele eine geringe gesellschaftliche Anerkennung. Als größte Herausforderungen nannten sie ihre wirtschaftliche Situation, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie den Zugang zu passgenauer Unterstützung.

Zwar gibt es vor Ort einzelne gute Beispiele wie Netzwerke, Suchportale oder Beratungsangebote. Landesweit fehlen jedoch spezialisierte Anlaufstellen – insbesondere für finanzielle Fragen. Hinzu kommen ungünstige Öffnungszeiten und komplizierte Antragsverfahren, die den Zugang zu Hilfen erschweren.

Der Familienbericht greift diese Erfahrungen auf und empfiehlt, Familien in komplexen Lebenslagen durch persönliche Beratung sowie niedrigschwellige und verlässliche Strukturen vor Ort zu unterstützen.

Diese Empfehlung deckt sich mit den Forderungen des VAMV NRW. Bereits Anfang des Jahres haben unsere Mitglieder in einer Resolution gefordert: In jeder Kommune soll es eine zentrale Anlaufstelle für Alleinerziehende geben.

Um dieses Ziel voranzubringen, stehen wir im Austausch mit Kommunen und weiteren Akteur*innen, die entsprechende Strukturen aufbauen oder weiterentwickeln. Darüber hinaus organisiert die Landesfachstelle Alleinerziehende in Trägerschaft des VAMV NRW im Oktober ein Fachgespräch zum Thema „Anlaufstellen für Alleinerziehende“, um den landesweiten Ausbau solcher Angebote zu unterstützen.

Mehr Informationen
>> zum NRW-Familienbericht

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Wir sind der Alleinerziehenden-Verein VAMV NRW. Wir kämpfen seit 50 Jahren für die Rechte Alleinerziehender und ihrer Kinder. Wir fordern ein Ende der Benachteiligungen und die Anerkennung als gleichberechtigte Familienform.

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