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Warum sind so wenige Alleinerziehende in der Kommunalpolitik aktiv?

Essen, 10.06.2021 In einem Brief bedankt sich der Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen für unsere Mitarbeit in der Enquetekommission III "Subsidarität und Partizipation. Zur Stärkung der (parlamentarischen) Demokratie im föderalen System aus nordrhein-westfälischer Perspektive". Im Dezember 2019 hatte unser Vorstand Nicola Stroop in einer Stellungnahme im NRW-Landtag ausgeführt, warum Alleinerziehende in der Kommunalpolitik unterrepräsentiert sind. Ein Kernthema in unserer Stellungnahme war die schlechte Vereinbarkeit von Familie und ehrenamtlichen Engagement in der Kommunalpolitik. Die Gründe sind meistens mangelnde Zeit und Ressourcen sowie die fehlende Kinderbetreuung.

Insgesamt zeigt sich, dass die fehlende soziale und gesellschaftliche Gleichstellung von Einelternfamilien auch zu einer Unterrepräsentanz in der Kommunalpolitik führt. Lösungsansätze für die stärkere Repräsentanz von Familien allgemein wie Kinderbetreuung, Straffen von Sitzungen oder Digitalisierung könnten sicherlich auch einige Alleinerziehende dazu bewegen, sich kommunalpolitisch zu engagieren, werden an der breiten Masse der Alleinerziehenden vermutlich aber vorbei gehen. Hier wäre es wichtig, das Problem an der Wurzel zu fassen und die Gleichstellung aller Familienformen voran zu treiben.

In seinem Brief an den VAMV NRW führt NRW-Landtagspräsident André Kuper weiter aus, dass der VAMV NRW durch seine Fachkompetenz und Erfahrungen die Arbeit der Enquetekommission in besonderer Weise unterstützt habe.