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Stellungnahme NRW-Landtag zum Grünen-Antrag: Retraditionalisierung von Geschlechterrollen

Der Ausschusses für Gleichstellung und Frauen im NRW-Landtag beschäftigt sich am Donnerstag mit dem Antrag der Grünen "Retraditionalisierung von Geschlechterrollen entgegenwirken. Rollback verhindern – Frauen Stärken." Der VAMV NRW ist der Einladug gefolgt, zu dem Antrag Stellung zu beziehen. In seiner Stellungnahme schaut der VAMV NRW aus der Sicht von Alleinerziehenden auf die bisherigen Corona-Hilfspakete und entwickelt daraus Forderungen an ein gutes Corona-Krisenmanagement aus Alleinerziehendenperspektive. Eine verlässliche Kinderbetreuung ist für Alleinerziehende die wichtigste Voraussetzung für die Berufstätigkeit, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Alltagsgestaltung. Im März 2020 ist dieses System aus den Fugen geraten, viele Probleme wurden ins Private verlagert. Die Ausführungen verdeutlichen,was dies für viele Alleinerziehende bedeutete. Daraus leitet der VAMV NRW drei Forderungen ab: 1. Kein reflexhaftes Schließen von Kinderbetreuungsangeboten; 2. Ausbau von Randzeitenbetreuung über die Krise hinaus; 3. Wenn Schul-und Kitaschließungen unausweichlich sind: Klar geregelte Notbetreuung und finanzielle Ausgleichszahlungen.

In dem Antrag der Grünen heißt es: "In der aktuellen Corona-Krise spielen Frauen eine entscheidende Rolle und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft. Viel ist in den letzten Wochen über die Rolle von Frauen in der Corona-Krise geschrieben und diskutiert worden." Die Grünen fordern: "Eine verlässliche Betreuungsstruktur sicherzustellen, auf die Eltern, aber insbesondere Alleinerziehende angewiesen sind. Insbesondere für die Elterngruppen, die in systemrelevanten Bereichen arbeiten oder alleinerziehend sind und auf eine Notbetreuung angewiesen sind, muss die Landesregierung Angebote über den eingeschränkten Regelbetrieb hinaus schaffen."