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Wechselmodell als Regelfall oder Vielfalt im Familienrecht erhalten?

Wechselmodell als Regelfall oder Vielfalt im Familienrecht erhalten?

26.10.2021 Am Mittwoch beginnen in Berlin die Koalitionsverhandlungen. In Fachgruppen werden die entscheidenden Themen besprochen. Laut Sondierungspapier soll in der Fachgruppe "Gleichstellung und Vielfalt" die bisherige "Rechtsordnung der gesellschaftlichen Realität" angepasst werden. Dazu zählt unter anderem auch das Familienrecht. In der Fachgruppe ist mit Katrin Helling-Plahr (FDP) eine ausgesprochenene Befürworterin des Wechselmodells aktiv. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) nimmt diese Personalie zum Anlass für eine Pressemeldung. Darin fordert der VAMV die bestehende Vielfalt von Umgangsmodellen zu erhalten. Ein Wechselmodell als gesetzlicher Regelfall für alle Trennungsfamilien – wie die FDP es fordert – würde verhindern, dass für Trennungskinder die jeweils beste Lösung gefunden werden kann.

"Sollte das Wechselmodell zum gesetzlichen Regelfall werden, müssten Familiengerichte nur noch prüfen, ob das Wechselmodell schädlich für das Kindeswohl ist – anstatt nach Lösungen zu suchen, die die Besten für das Kind sind. Die Rechtsposition des Kindes wäre damit erheblich schlechter als sie es jetzt ist", sagt Nicola Stroop, Vorstand VAMV NRW.