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24.06.2026

VAMV übergibt Petition gegen Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss

In Berlin hat der VAMV fast 139.000 Unterschriften an SPD-Abgeordnete übergeben. Anlass sind mögliche Einschnitte beim Unterhaltsvorschuss.

Zwei Tage vor der Entscheidung der Ministerpräsident*innenkonferenz über mögliche Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss konnte der VAMV Bundesverband stolze 138.128 Unterschriften der Petition "Unterhaltsvorschuss nicht streichen" an Mitglieder des Familienausschusses im Bundestag übergeben. Die Petition wendet sich gegen geplante Einschränkungen beim Unterhaltsvorschuss. Ein Vorschlag der Kommission „Effizienter Ressourceneinsatz“ sieht vor, dass Kinder künftig wieder nur bis zu ihrem 12. Geburtstag oder längstens sechs Jahre Unterhaltsvorschuss erhalten sollen.

Nicht bei den Kindern sparen

Bei der Übergabe erklärte Miriam Hoheisel, Geschäftsführerin des VAMV Bundesverbandes, massive Verschlechterungen beim Unterhaltsvorschuss würden entschieden abgelehnt. Die Unterschriften seien ein deutliches Signal, nicht bei Kindern zu sparen.

Hoheisel warnte, viele Alleinerziehende seien in großer Sorge, wie sie finanziell zurechtkommen sollen, falls die Reform von 2017 rückgängig gemacht wird. Der VAMV verweist darauf, dass sich die Zahl der Kinder mit Unterhaltsvorschuss zwischen 2016 von 427.031 und 2024 auf 855.642 erhöht hat.

Unterhaltsvorschuss stärken statt streichen

Der VAMV forderte, den Unterhaltsvorschuss zu stärken, wie im Koalitionsvertrag angekündigt. Dazu zählt aus Sicht des Verbands ein verbesserter Rückgriff sowie eine Anrechnung des Kindergeldes wie beim Kindesunterhalt, also nur zu 50 Prozent.