09.06.2026
In Haft: Folgen für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder
Wir haben an dem Fachgespräch "Unsichtbar betroffen - Kinder von Inhaftierten im Blick" im NRW-Landtag teilgenommen.
Eine alleinerziehende Mutter hat dort geschildert, mit welchen Aussagen und Rahmenbedingungen sie und ihre Kinder konfrontiert waren. Sie forderte eine bessere Schulung von Familienrichterinnen und Familienrichter und eine Sensibilisierung aller Akteure für die Lebenslage von Alleinerziehenden.
Die Landtagsabgeordnete und Sprecherin für Kinder- und Jugendschutz, Norika Creuzmann von den Grünen hatte zu dem Fachgespräch eingeladen. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung standen die Kinder von Inhaftierten. Ziel war es, der Frage nachzugehen, was die Inhaftierung eines Elternteils für die betroffenen Kinder bedeutet, welche Aspekte des Kinderschutzes dabei besonders zu berücksichtigen sind und warum eine familiensensible Gestaltung des Strafvollzugs für diese Kinder von großer Bedeutung ist. Es gib fachliche Inputs von
- Dr. Benjamin Limbach, Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen
- Prof. Dr. Christoph de Oliveira Käppler, Technische Universität (TU) Dortmund, Fachgebiet Soziale und Emotionale Entwicklung in Rehabilitation und Pädagogik
- Martin Wulfert, Leiter der JVA Werl
In Deutschland sind schätzungsweise 100.000 Kinder und Jugendliche von der Inhaftierung eines Elternteils betroffen. In Deutschland sind rund 2.600 Frauen in Haft; wie viele davon Mütter sind, wird statistisch nicht erfasst.